|
Dies hat das Konkurrenzblatt "Guardian" ausgerechnet. Auf Basis einer Studie von Experian Hitwise war ursprünglich von "nur" 66 Prozent die Rede gewesen. Da die Nutzerzahlen der "Times" nicht mehr öffentlich ausgewiesen werden, hat der "Guardian" seine Schlüsse aus verschiedenen Angaben errechnet.
Von den 150'000 Besuchern, die sich bei "Times" und "Sunday Times" online registriert haben, seien nach "Times"-Angaben 15'000 bereit gewesen, für ihren Zugang zu bezahlen. Entgegen der letzten öffentlich ausgewiesen Nutzerzahlen vom Februar 2010 (1,2 Millionen User pro Tag) greifen nach "Guardian"-Berechnungen jetzt aber nur noch 195'700 Nutzer auf die Seite zu. Wie die Nutzerzahlen tatsächlich aussehen, kann laut "kress.de" nur ein Blick auf den Server der "Times" aufklären.
Verluste um die 90 Prozent waren allerdings im Vorfeld auch von den "Times"-Verantwortlichen selbst prognostiziert worden. Dan Sabbagh, ehemaliger Medienkorrespondent der "Times", nimmt es offenbar gelassen: Ein typischer Print-Leser der "Times" sei 2,5 Mal so wertvoll wie ein Online-Leser, zitiert ihn der "Guardian". Des Weiteren interessant: Wenn rund 15'000 Leser bereit sind, pro Woche 2 Pfund für die "Times"-Online-Inhalte zu zahlen, kommen im Monat 120'000 Pfund (dies entspricht rund 142'563 Euro) zusammen. Auf das Jahr gerechnet macht das 1,4 Millionen Pfund (1,7 Millionen Euro).
|